Aus dem Haus

Unser Musik & Film-Chef empfiehlt: Neue Platten für alle Lebenslagen!

  • 23.09.2013
  • Der Soundtrack zu "La Grande Bellezza" und noch vieles mehr: Lauter Musik, die Hannes Kraus gerade besonders begeistert. Klicken Sie auf das Foto für die Covergalerie
  • The Strypes – Snapshot
  • Tom Odell – Long Way Down
  • Gregory Porter – Liquid Spirit
  • Kat Edmonson – Way Down Low
  • Igor Levit – Beethoven: The Late Piano Sonatas
  • Jesper Munk – For In My Way It Lies

Der Soundtrack zu "La Grande Bellezza" und noch vieles mehr: Lauter Musik, die Hannes Kraus gerade besonders begeistert. Klicken Sie auf das Foto für die Covergalerie

Hannes Kraus, der Leiter unserer Musik & Film-Abteilungen, hat sein sicheres Gespür für neue Talante, ganz besondere Platten und aufziehende Musik-Trends schon oft unter Beweis gestellt. Jetzt hat er für den Tagesspiegel wieder einen Streifzug durch die besten neuen Alben unternommen und seine Empfehlungen in Kurzkritiken auf den Punkt gebracht.


Wenn man seine begeisterten Rezensionen liest, kann man gar nicht anders, als sich Scheibe für Scheibe anzuhören ...

Zur Entspannung

La Grande Bellezza (indigofilm)

Einer der Programmkino-Hits des Sommers mit einer großartigen Hommage an die Ewige Stadt Rom wird begleitet von einem Soundtrack, der auch ohne den Film das Kopfkino einschaltet. Von mittelalterlichen Weisen über technoide Clubsounds bis zu Original-Filmmusik ist alles drin, was den bildopulenten Film so besonders macht.   

 

Der Newcomer

The Strypes – Snapshot (Mercury)

Frühe Stones? Check! Frühe Beatles? Check! Dr. Feelgood? Check! Auf Snapshot vereinen die vier Teenager aus Irland typisch britische Rhythm and Blues-Einflüsse mit jugendlichem Elan zu einer modernen Version der erwähnten Referenzen in zwölf Songs in etwas über 38 Minuten. Überragend: „Hometown Girls“!  

 

Zum Hinhören

Tom Odell – Long Way Down (Columbia)

Einfach mal Augen zu und Tom Odells Stimme wirken lassen. 23 soll der Knabe sein? Mit so einem Organ? Aber genau so ist es. Ein Album mit Pop- und Rock-Perlen, die jederzeit in den letzten 40 Jahren hätten entstehen können. Wenn Jake Bugg der Dylan seiner Generation ist, dann erleben wir bei Tom die Wiedergeburt von Elton John. Nur eben modern.  

 

Mein Favorit

Gregory Porter – Liquid Spirit (Blue Note)

Ein Getriebener mit der wunderbarsten männlichen Stimme des Jazz unserer Zeit. Sein neues und erstes Album auf dem renommierten Blue Note Label zelebriert Einflüsse aus Blues, Southern Soul und Gospel, die durch Gregory Porters Gesang zu einem himmlischen Jazz-Cocktail werden. Auch textlich hat er eine Menge zu bieten: schlichtweg Emotionen mit Botschaft.  

 

Meine Rettung

Kat Edmonson – Way Down Low (Okeh)

Die wohl schönste vom Great American Songbook beeinflusste Platte der letzten Jahre. Kat Edmonsons herausragend zeitlose Stimme und die zurückhaltenden Arrangements machen diese Scheibe zu einem vollendeten Hörgenuss. Jeder Takt auf diesem Album atmet den Geist einer Sängerin, die Jazz in Großbuchstaben schreibt und trotzdem klassischen Pop liebt.   

 

Mein Klassiker

Igor Levit – Beethoven: The Late Piano Sonatas (Sony Classical)

So haben Sie die späten Beethoven-Sonaten noch nie gehört. Igor Levit galt bereits vor seiner ersten CD-Einspielung als herausragender junger klassischer Pianist. Mit diesem Programm besticht er durch eine brillante Technik gepaart mit einer hohen Emotionalität, die einem 26 jährigen vor allem nicht bei diesem Repertoire ohne weiteres zu zutrauen ist.  

 

Das groovt

Jesper Munk – For In My Way It Lies (redwinetunes)

Die bisher beste Bluesscheibe des Jahres liefert ein Jungspund aus München ab. Gitarre, Bass, Schlagzeug und ein paar entspannt vorgetragene Zeilen im Opener „Seventh Street“ und ab geht die Reise. An jeder Ecke lauert seine Stimme, die von zärtlich flüsternd über brachial drückend alles abdeckt, was zwölf Songs auf einem Debüt hergeben sollten.

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