Aus dem Haus

Kurz, knapp, subjektiv: Die wichtigsten neuen CDs der Woche

  • 10.01.2017

Soundtrack- La La Land

Regisseur Damien Chazelle hat schon 2014 mit "Whiplash" bewiesen, dass er Musikthemen bemerkenswert filmisch umsetzen kann. Eben gerade wurde sein neuer Streifen "La La Land" bei den Golden Globes mehrfach ausgezeichnet und gilt damit heißer Oscar-Kandidat. Der Film besticht neben den darstellerischen Glanzleistungen von Emma Stone und Ryan Gosling mit einem exquisiten Soundtrack, der auch ohne bewegte Bilder funktioniert.

The XX: I See You

"Hold on" war der erste Vorgeschmack, der schon mal klar machte: Wo XX drauf steht, ist auch XX drin. Die Klangwelt ist intakt, aber sie geht neue Wege. Beats sind dominanter, die Instrumentierung offener, Samples finden eine andere Art der Anwendung. The XX liefern, aber sie bieten eine neue Reise in teilweise unerforschte Gebiete und das ist mutig und richtig.

Sohn: Rennen

Begrifflichkeiten sind wie Schall und Rauch in der Musikwelt. Was gestern noch Post-Dub war, ist heute kaum noch angesagt. Außer, wenn der Künstler Sohn heißt und seinen Horizont musikalisch erweitert. Zwischen entspannt-chillig und rhythmisch-unruhig changiert Sohn seine neuen Songs, die eine bemerkenswerte Entwicklung dokumentieren. Ein Zweitling, der überzeugt!

Flo Morrissey & Matthew E. White: Gentlewoman, Ruby Man

Die Kombi White (Mann) und Morrissey (Frau) funktioniert hervorragend auf diesem Gemeinschaftswerk. Den Coverversionen von mehr oder minder populären Songs ("Suzanne" von Cohen, "Sunday Morning" von Velvet Underground z.B.) gewinnt das Duo neue Facetten ab, was zu 98% erfrischend und anders ist und klingt.

Marianne Crebassa: Oh, Boy!

Als 2015 Jürgen Flimms neuer Figaro an der Berliner Staatsoper über die Bühne ging, feierte das Publikum ganz besonders eine Mitwirkende: Marianne Crebassa, die mit ihrem farbenreichen, verführerischen und unglaublich beweglichem Mezzosopran die Partie des Cherubino gestaltete. Jetzt zeigt das Album "Oh, Boy!" das große Potenzial der jungen Französin mit einer Reise durch die wunderbar changierende Welt der Hosenrollen und des Geschlechtertausches zwischen Mozart und der französischen Oper.

Savoir Adore: The Love That Remains

Die 80er treffen auf modern Clubsound: Was in den letzten Jahren oft nur Post-Punk oder Post-Wave war, umschifft die Formation Savoir Adore geschickt auf dem zweiten Album. Die Formation aus Brooklyn haut eine Pop-Perle nach der anderen raus, die auch in der Hochzeit des Stadion- und Radiotauglichen Songjahrzehnts begeistert hätten. Aber wir haben 2017 und Platz für hymnischen Pop gibt es auch noch, besonders in dieser Qualität. 

 

 

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