Aus dem Haus

Kurz, knapp, subjektiv: Unsere aktuellen Plattenkritiken

  • 12.05.2017

Mando Diao: Good Times

Es gibt kaum eine andere Band, denen ich die Rückkehr zu alten Qualitäten gewünscht habe, als den sympathischen Schweden von Mando Diao! "Good Times" liefert die Indie-Pop-Perlen wieder vom Fließband, für die sie so geliebt werden. "Hit Me With A Bottle", der Party-nach-der-Party-Song schlechthin und "Shake", ein Floorfiller par excellence, sind nur zwei Highlights, die für gute Laune sorgen.

Paul Weller: A Kind Revolution

Kaum hat er vor ein paar Wochen seinen ersten Soundtrack ("Jawbone") veröffentlicht, legt die Institution Paul Weller auch ein neues reguläres Studioalbum nach. Darauf lässt er es richtig krachen, changiert zwischen Pop, Soul, Jazz und Funk und liefert dabei gleich drei überragende Stücke ab: das rumpelnde "Nova", das bittersüße "Long Long Road" und das JB Funk lastige "She Moves With The Fayre". Übrigens: Paul Weller ist am 31. Mai 2017 live im Huxley's zu erleben.

Ellen Allien: Nost

Ellen Allien, die Labelchefin von BPitch und beständige Innovatorin elektronischer Musik, ist zurück mit einem abermals Genregrenzen sprengenden neuen Album. Ihre Markenzeichen sind intakt. Trotzdem gibt es genügend Raum für experimentelle Phasen, die Acid Sounds in den ohnehin schon treibenden Brett Sound zurückbringen. Besonders gelungen: "Jack My Ass". Deep, düster und über alle Maßen clubtauglich.

Taj Mahal & Keb' Mo': TajMo

Zwei Generationen, tief im Blues verwurzelt, treffen aufeinander und es ist wahrlich keine Überraschung, dass es hier richtig zur Sache geht. "Don't Leave Me Here" ist ein kleiner Gruß an alle Möchtegern-Blueser, wie es richtig abgehen kann, wenn zwei Großmeister aufeinander treffen. "Diving Duck Blues", das schon auf dem ersten Album von Taj Mahal 1968 zu hören war, ist ein weiteres Highlight des Albums: wunderbar reduziert mit zwei akustischen Gitarren, einfach und effektiv.

Lambert: Sweet Apocalypse

Lambert trägt zwar als Markenzeichen eine Maske, doch musikalisch braucht er sich nicht hinter ebendieser zu verstecken. Grandiose Soundgemälde, wie im Titelstück "Sweet Apocalypse" oder auch in "Waiting Room", sezieren Klassikmuster in einem im weitesten Sinne als Pop zu bezeichnenden Umfeld.

Fehlfarben: Monarchie und Alltag

Die wohl wichtigste deutsche Platte der letzten 35 Jahre ist neu entstaubt und vorbildlich gemastert für Vinyl. Im Mai und Juni werden die Fehlfarben versuchen, die Magie der Scheibe erneut auf die Bühnen zu zaubern. Nicht zögern, Platte und Tickets jetzt kaufen, denn "Das war vor Jahren" und ist heute genauso wertvoll wie damals!

 

 

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