Aus dem Haus

Kurz, knapp, subjektiv: Unsere aktuellen Plattenkritiken

  • 17.02.2017

Rag’n’Bone Man: Human 

Rory Graham, besser bekannt als Rag’n‘ Bone Man, ist einer dieser Künstler, auf denen die Musikszene basiert: selbstständig, eigenes Image und unfassbar talentiert. Seine bluesige Stimme passt in keine Schublade, seine Live-Performance ist absolut großartig. Die 19 Songs auf der Deluxe-Version von „Human“ sind gerade genug, damit sich jeder ein Bild von diesem Ausnahmetalent machen kann.

Bilderbuch: Magic Life

Das magische Leben in einem musikalischen Bilderbuch. Wo geht nach „Schick Schock“ die Reise hin? Erstaunlicherweise gelingt es der Band, ihre Frische zu konservieren und wieder von überall her das Beste zu nehmen, um den unvergleichlichen Bilderbuch-Sound zu kreieren. Hört sich an, wie wenn Spliff ein Blech wegfliegen würde.

Ryan Adams: Prisoner

Von wegen Gefangener. Getriebener würde besser passen. Die vielleicht besten Songs seiner langen, von Auf und Abs geprägten Karriere: „Doomsday“ und „Shiver And Shake“ gehen schlicht durch die Decke in diesem von Trennung und Hoffnung geprägten neuen Album. „Liebt Ihr mich noch?“, fragt er. Klar tun wir das.

Nosoyo: Resonate

Unsere neuen liebsten Holländer, die in Berlin leben. Donata und Daim liefern ein stark Berlin-beeinflusstes Debütalbum ab, das jenseits von Gentrifizierung die kulturelle Vielfalt der Hauptstadt zeigt. Grund genug, sie bei unserer Housewarming-Party am 24. Februar um 17:00 Uhr live im KulturKaufhaus zu präsentieren. Details hier.

Tim Darcy: Saturday Night

Tim Darcy? Ought? Nicht gerade die bekanntesten Namen. Aber wer sich für Lo-Fi, 70s Garage à la Modern Lovers, Country Twang und nöhlenden Gesang interessiert, wird hier zu 100 Prozent bedient. Alle, die für Samstagnacht-Ausgehen aufwachen und dann auf der Piste zur nächsten Indie-Disco unterwegs sind, werden dieses Album lieben. Am 26. Mai live im Heimathafen Neukölln mit Angel Olsen als Support.

Gerard Depardieu: Depardieu Chante Barbara

Große und nicht so große Schauspieler haben im Laufe der Jahrzehnte immer wieder versucht, sich als Sänger zu profilieren. Oft mit zweifelhaftem Resultat. Depardieu versucht sich an Barbara. Nicht nur die Franzosen fragen sich: Darf der das? Ja, denn Depardieu gelingen mit seinen Interpretationen Momente großer Emotionen. Vielleicht auch, oder gerade weil, er ein intimer Freund der großen Barbara, La Dame en Noir, war.

Soundtrack: Fifty Shades Of Grey 2 – Gefährliche Liebe

Nummer 1 in den Kinocharts. Der werte Herr Grey fügt den ersten 50 Grauschattierungen weitere 50 zu. Und der Soundtrack ist wieder vollgepackt mit der A-Liste internationaler Popstars und –sternchen: Taylor Swift, Tove Lo, Halsey, John Legend, Sia, The Avener und José James geben sich ein Stelldichein. Funktioniert auch ohne Augenbinde und sexy Unterwäsche.

 

 

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