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Beethoven bei uns: Im Gespräch mit dem künstlerischen Geschäftsführer Malte Boecker

Am 14. und 15. Dezember hat die bundesweite Hauskonzertinitiative „Beethoven bei uns“ mit mehr als 800 Veranstaltungen das Beethoven Jubiläumsjahr eingeläutet, es folgte der feierliche Eröffnungs-Festakt in der Bonner Oper am 16. Dezember und ein Hauskonzert im Schloss Bellevue beim Bundespräsidenten am 17. Dezember. Nun ist das Jahr offiziell begonnen und Ludwig van Beethoven wird anlässlich seines 250. Geburtstages mit mehr als 1000 Veranstaltungen gewürdigt werden.

Koordiniert wird das Beethoven Jubiläumsjahr BTHVN2020 von der gemeinnützigen Beethoven Jubiläums GmbH unter der künstlerischen Geschäftsführung von Malte Boecker, mit dem wir über „Beethoven bei uns“ im Kontext des gesamten Jubiläums und Highlights von BTHVN2020 gesprochen haben.

 

Am Wochenende hat die deutschlandweite Hauskonzertinitiative "Beethoven bei uns" das Beethoven Jubiläumsjahr eingeläutet. Welchem Hauskonzert haben Sie gelauscht?

Ich war auf mehreren Konzerten: Am Samstag zuerst im Alten Rathaus, wo Schülerinnen und Schüler der städtischen Ludwig-van-Beethoven-Musikschule Bonn ein ganz wunderbares Konzert gegeben haben. Danach war ich beim koreanischen Generalkonsul, beim Konzert der Ärzte der Johanniter-Kliniken und beim Finalisten-Konzert der Beethoven-Competition der Telekom. Ein Marathon, der große Freude bereitet hat. Am Sonntag bin ich nach Koblenz gefahren, im Weinmuseum Deinhard hat Philipp Marguerre auf dem Verrophon gespielt – das besteht aus zahlreichen unterschiedlich langen Gläsern. Faszinierend! Es ist wirklich schön zu sehen, mit welcher Leidenschaft und in welch hoher Qualität Menschen Musik machen. Den Künstlern und Organisatoren ein großes Dankeschön dafür.

Von den über 800 Hauskonzerten haben mehr als 200 Veranstaltungen allein in Nordrhein-Westfalen stattgefunden, davon besonders viele in Bonn und Köln. Wie wichtig ist es für Sie, dass Beethoven gerade rund um seinen Geburtsort so viel Zuspruch erfährt?

Es freut mich sehr, dass die Bonner, das Umland und die Kölner so engagiert bei „Beethovenbeiuns“ mitgemacht haben. Das zeigt, dass ihnen Beethoven am Herzen liegt. Für Bonn selbst bietet das Beethoven Jahr die große Chance, international auf sich aufmerksam zu machen. Seit dem Regierungsumzug nach Berlin versucht die Stadt ja, sich neu zu definieren. Zum einen als UN-Standort. Zum anderen als Beethoven-Stadt. Viele wissen nicht, wo Beethoven geboren wurde, und denken vor allem an Wien. Jetzt besteht die Möglichkeit, auf den jungen Beethoven in Bonn aufmerksam zu machen. Bonn ist die Stadt, wo er immerhin 22 Jahre aufwuchs und lebte.

Als Direktor und Geschäftsführender Vorstand des Beethoven-Hauses Bonn und künstlerischer Direktor von BTHVN2020 haben Sie einen sehr direkten Bezug zum Künstler. Was macht Beethoven so attraktiv für ein breites Publikum?

Beethoven war über normale Maßstäbe hinaus schöpferisch tätig. Dabei hielt er sich nicht an Konventionen, probierte Neues. Er schrieb nicht mehr nur für die Aristokratie, sondern für eine junge, sich emanzipierende und bürgerliche Gesellschaft. Das transportiert seine Musik. Aber die Faszination wird noch viel größer, wenn man den Menschen hinter dem Werk sieht. Beethoven hatte mit so vielen Rückschlägen zu tun, dass er allen Grund hatte zu resignieren. Aber er schreibt am Ende über die Freude. Wie großartig ist diese Lebenszuversicht! Mir gibt die Musik und diese Haltung viel Kraft, und ich denke, das geht anderen Menschen ähnlich.

Unter der Dachmarke BTHVN gibt es rund 300 Projekte mit tausend Veranstaltungen - auf welche Highlights können sich die Besucher*innen freuen?

Besucher können über das ganze Jahr hinweg großartige Musikerlebnisse in Bonn und der Region erwarten. Hervorzuheben ist sicher das Konzert im Hofgarten bei freiem Eintritt im Mai, bei dem es eine Live-Schaltung zu einem Festkonzert in Wien inklusive gemeinsamer „Ode an die Freude“ geben wird. Es werden Uraufführungen zu hören sein, beispielsweise von Tan Dun, Oscar-Preisträger und einer der bedeutendsten Künstler Chinas. Es gibt vielfältige Ausstellungen, vom Stadtrundgang „BTHVN Story“ mit 22 inszenierten Beethoven-Stationen in Bonn und der Region über das neu eröffnete Beethoven-Haus bis zu den Sonderausstellungen wie der großen Beethoven-Ausstellung in der Bundeskunsthalle von Dezember 2019 bis April 2020. Erwähnen möchte ich noch das Beethoven Pastoral Project. Darin rufen wir weltweit dazu auf, sich von Beethovens Sechster inspirieren zu lassen und ein künstlerisches Statement zum Verhältnis von Mensch und Natur zu geben. All das sind ungewöhnliche Perspektiven, die Neues entstehen lassen. 

Weitere Informationen finden Sie unter https://www.bthvn2020.de/